Antwort von MdB Josef Göppel auf unseren offenen Brief

Lesen Sie hier die Antworf von MdB Josef Göppel auf unseren offenen Brief an die mittelfränkischen Bundestagsabgeordneten von letzter Woche

Sehr geehrte Damen und Herren,

herzlichen Dank für Ihren Brief. Sie haben meine volle Unterstützung!

Mit der Einführung von Ausschreibungen im EEG wird sich die Situation für die Anlagen in Bürgerhand völlig neu darstellen. Die Stromerzeugung wird nicht einfacher, sondern bürokratischer, sie wird auch nicht billiger, sondern teurer. Die breite Beteiligung an der Energieerzeugung ist in ernster Gefahr. Die Ergebnisse der Pilotausschreibungen für die Photovoltaik belegen dies.

Selbst die EU-Wettbewerbskommissarin Margarethe Vestager schreibt in einem Brief vom 12. Februar 2015 an deutsche Bundestagsabgeordnete: „Kleinere Projekte, die eine gewichtige Rolle beim Umbau der Energieversorgung spielen, befinden sich in einer besonderen Lage. Ausschreibungen sind möglicherweise nicht das richtige Instrument für kleine Projektträger.“ Auch aus Sicht der EU-Kommission besteht also bei der Einführung von Ausschreibungen die Gefahr der Verdrängung kleiner und mittlerer Akteure. Gerade diese lokal verankerten Unternehmen sind für die Akzeptanz der Energiewende unabdingbar. Continue reading

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Solaroffensive Erlangen und Erlangen-Höchstadt gefordert

Interview mit den Erlanger Nachrichten

In einem Interview mit den Erlanger Nachrichten am 19. Mai 2015 forderte unser Vorsitzender Stefan Jessenberger gemeinsam mit Prof. Martin Hundhausen, Vorsitzender des Vereins Sonnenenergie Erlangen e.V. sowie Herbert Fuehr, Vorsitzender der Kreisgruppe Erlangen des Bund Naturschutz u. a. eine Solaroffensive der Stadt Erlangen sowie des Landkreises Erlangen-Höchstadt.

Beide Gebietskörperschaften haben sich ambitionierte Klimaschutzziele gesetzt, die es gemeinsam mit der Bevölkerung umzusetzen gilt.

So hat der Landkreis gemäß seinem Klimaschutzkonzept das Ziel bis 2030 eine installierte Leistung an Photovoltaik von Insgesamt 220 MW, aufgeteilt in 190 MW an Aufdach‐Anlagen und 30 MW an Freiflächen-Anlagen im Landkreis am Netz zu haben.

Die Stadt Erlangen möchte gemäß ihres Stadtratsbeschlusses vom 26.05.2011 bis 2030 50 % ihres Strombedarfs mittels Erneuerbaren Energien decken und sieht gemäß dem kürzlich vorgestellten Klimaschutzkonzept gerade in der Photovoltaik das größte Potential den Anteil von aktuell 3,1 % auf eigenem Stadtgebiet gewonnenen Strom aus EE-Anlagen auf rund 16 % zu erhöhen.

Um diese richtigen und wichtigen Ziele zu erreichen bedarf es verstärkter Anstrengungen von Stadt und Landkreis, da sich der aktuelle Zubau gemäß den vorliegenden Zahlen auf einem sehr niedrigen Niveau bewegt. Und dies obwohl sich die Errichtung einer PV-Anlage auf dem eigenen Dach nach wie vor nicht nur für den Klimaschutz sondern auch für den Geldbeutel rechnet.

Solar-Regionalliga gefordert

Unser gemeinsamer Vorschlag sieht die Einrichtung einer „Solar-Regionalliga“ für die Stadt Erlangen sowie den Landkreis Erlangen-Höchstadt mit seinen Kommunen vor. Ziel sollte es sein, durch eine politisch unterstützte öffentliche Kampagne das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Notwendigkeit des Ausbaus der Solarenergie und hier gerade der Photovoltaik zu stärken. Ziel des Wettbewerbs soll sein, die Errichtung von 1.000 PV-Anlagen sowohl im Stadtgebiet als auch in den Kommunen des Landkreises anzureizen. In drei Kategorien sollten jährlich aus Privatpersonen, Gewerbe- und Handel sowie Industrie jeweils drei Gewinner ermittelt und mit Preisen sowie einer öffentlichen Ehrung belohnt werden.

Bei einer durchschnittlichen Anlagengröße von 10 kWp im Landkreis sowie 7 kWp im Stadtgebiet könnten so bei jährlich jeweils 1.000 neuen Anlagen bis 2030 rund 240 MWp Leistung zusätzlich installiert sein, was eine jährliche Reduktion der CO2-Emissionen um rund 190.000 Tonnen erwirken würde.

In Gesprächen mit den politischen Vertretern aus Stadt und Landkreis soll der Vorschlag nun weiter beworben und konkretisiert werden, so dass es vielleicht schon Ende 2016 zur Auslobung eines solchen Wettbewerbs kommen könnte.

Abschaffung der Sonnensteuer gefordert

Im Gespräch wurde zudem die Abschaffung der sog. Sonnensteuer auf Strom aus der hauseigenen PV-Anlage gefordert. Die seit 2014 erhobene anteilige EEG-Umlage auf solaren Eigenverbrauch wirkt als Ausbauhemmnis und konnte keine spürbaren Entlastungseffekte erzielen (lediglich ca. 0,002 Cent je KWh). Sie sollte daher abgeschafft werden. Dies würde auch eine soziale Ungerechtigkeit in der Benachteiligung von Mietern bewirken. Derzeit müssten Mieter bei sog. Mieterstrommodellen die volle EEG-Umlage für den Strom aus Anlagen vom Dach ihres Hauses zahlen. Derzeit 6,35 ct/kWh statt 2,2 ct/kWh für Eigentümer. Hierdurch werden Mieterstrommodelle kaum mehr umgesetzt. Mietern wird somit die Nutzung von günstigem Solarstrom vom eigenen Dach verwehrt und die Nutzung großer Dachflächenpotentiale auf Mietshäusern erheblich erschwert.

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Offener Brief zur geplanten EEG-Novelle an unsere mittelfränkischen MdBs

Heute ging er raus. Unser offener Brief zur geplanten EEG-Novelle an unsere mittelfränkischen Bundestagsabgeordneten.

Am Ende kam eine stattliche Zahl von Mitunterzeichnern zusammen. So hoffen wir, dass unsere Sorgen und Ängste bzgl. der derzeit geplanten Verschlechterungen im EEG ernst genommen und unserer Forderungen aufgegriffen werden!

Gerne auch zur eigenen persönlichen Ansprache der MdBs verwenden!

Hier geht es zum Brief: Link

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Stadtbibliothek zeigt Wanderausstellung „Klimawandel – eine globale Herausforderung“

Stadtbibliothek zeigt Wanderausstellung „Klimawandel – eine globale Herausforderung“

Er war einer der ersten Fotografen, der den Klimawandel weltweit dokumentierte: Der am siebten März 2016 verstorbene Amerikaner Gary Braasch. 40 Jahre lang bereiste er die Welt und hielt in seinen Fotos Ursachen, Auswirkungen und Lösungsmöglichkeiten des Klimawandels fest. Die Stadt Erlangen, der Landkreis Erlangen-Höchstadt und der Verein Energiewende ER(H)langen e.V. holen seine Bilder im Rahmen einer Wanderausstellung „Klimawandel – eine globale Herausforderung“ von Donnerstag, 30. Juni bis Dienstag, 26. Juli 2016 in die Erlanger Stadtbibliothek. Erlangens Umweltbürgermeisterin Susanne Lender-Cassens und Landrat Alexander Tritthart eröffnen die Ausstellung am Mittwoch, 29. Juni 2016 um 18 Uhr.

Vor Ort zu nachhaltigem Verhalten inspirieren

„Der Klimawandel ist auf den ersten Blick abstrakt und scheint weit weg. Doch er findet statt, jetzt, in jedem Winkel der Erde. Er beeinflusst Ökosysteme, Flora, Fauna und Menschen tiefgreifend“, so Susanne Lender-Cassens. „Über die Kunst will die Ausstellung den Besucherinnen und Besuchern den Klimawandel und seine Folgen buchstäblich vor Augen führen. Wir hoffen, sie dadurch zu motivieren, sich in ihrem Alltag klimafreundlicher zu verhalten“, betont auch Landrat Alexander Tritthart.

Bilder schon im Boston Museum of Sciene zu sehen

Gary Braasch erhielt den Ansel Adams Preis vom Sierra Club und wurde von der North American Nature Photography Association zum Outstanding Nature Photographer ernannt. 2010 kürte das Outdoor Photography Magazin ihn zu einem der 40 einflussreichsten Naturfotografen der Welt. 2013 zeigte das Boston Museum of Science seine Bilder sechs Monate lang. In der Erlanger Stadtbibliothek begleiten ausführliche Beschreibungen auf Deutsch und Englisch seine Fotos.

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Werke wie „Antarctica“ von Gary Braasch sind im Juli in der Erlanger Stadtbibliothek zu sehen (Foto: © Gary Braasch)

Öffentliche Führungen

Nach der öffentlichen Vernissage am 29. Juni um 18 Uhr ist die Ausstellung von Donnerstag, 30. Juni bis Dienstag, 26. Juli 2016 in der Stadtbibliothek Erlangen zu den üblichen Öffnungszeiten (Mo, Di, Do, Fr: 10 – 18:30 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr) zu sehen. Eintritt ist frei. Öffentliche begleitete Führungen finden am Donnerstag, den 7. Juli 2016 um 17 Uhr und Samstag, 16. Juli 2016 um 12:30 Uhr statt. Anmeldungen unter info@energiewende-erhlangen.de. Schulklassen und andere Bildungseinrichtungen können auf Anfrage weitere individuelle Führungen vereinbaren. Kontakt: lena.kaplan@stadt.erlangen.de oder ulrike.saul@erlangen-hoechstadt.de


Die Wanderausstellung „Klimawandel – eine globale Herausforderung“ wird von der Stiftung Bildung, Natur und Umwelt der Stadt und Kreissparkasse Erlangen sowie vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative gefördert.

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Aufruf „Für eine zukunftsorientierte Energiepolitik“

Forderungen von MetropolSolar Rhein-Neckar für eine zukunftsorientierte Energiepolitik

Die Forderungen und ein entsprechender Aufruf von MetropolSolar Rhein-Neckar richten sich gegen die geplante Reform des EEG, bei der u. a. zu befürchten ist, dass sie einerseits den Minderausbau der Photovoltaik nicht beenden wird und andererseits den Ausbau der Windkraft unnötig deckeln wird. Zudem sind keine ausreichenden Mechanismen zur Stärkung der Bürgerenergie vorgesehen.

MetropolSolar hat einen Aufruf formuliert, der die Probleme der aktuellen Energiepolitik der Bundesregierung benennt und klare notwendige Forderungen an Bundesregierung und die große Koalition im Bundestag stellt.

Wir möchten jeden ermuntern, diesen Aufruf ebenfalls zu unterzeichnen, um diese fatale Entwicklung noch zu stoppen: Link

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Aufruf zur Versammlung „Wir wollen Windstrom aus Bayern!“

Der Energiewende ER(H)langen e.V. unterstützt den Aufruf zur Versammlung „Wir wollen Windstrom aus Bayern!“ am Dienstag, 12.04.2016 von 9:30 bis 14 Uhr in München.

Der Aufruf ist von unterschiedlichen Organisationen getragen, die die Verfassungsklage gegen die 10H-Regelung unterstützen.

Am 12. April findet eine Verhandlung der 10H- Regelung vor dem bayerischen Verfassungsgerichtshof statt.

Mit dem Aufruf zur Versammlung soll die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Verhandlung gelenkt werden.

Die Versammlung findet schräg gegenüber dem Haupteingang des Justizpalastes, Prielmayerstraße 7, 80335 München statt.

Lesen Sie den Aufruf des Bündnisses hier: Link

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Leserbrief von Hans-Josef Fell zu Rainer Baakes Klimaschutzbeitrag in „Die Zeit“ vom 17.3.2016

24. März 2016 | Hans-Josef Fell, EWG-Präsident und Mitautor des EEG 2000

Rainer Baake irrt und täuscht die Öffentlichkeit, wenn er schreibt, dass Deutschland seine Klimaschutzziele als Ergebnis zu den Pariser Beschlüssen nicht anpassen müsse. In Paris wurde mit Zustimmung der Bundesregierung beschlossen, die Erderwärmung möglichst schon bei 1,5 ° C zu stoppen. Was das bedeutet, hat kürzlich das New Climate Institut berechnet. Ab 2035 darf es weltweit keine Klimagasemissionen mehr geben. Die Industrienationen wie Deutschland müssten daher z.B. im besonders emissionsstarken Energiesektor spätestens 2030 auf 100% Erneuerbare Energien umgestellt haben – wohlgemerkt in allen Energiesektoren, nicht nur bei Strom.

Davon ist Deutschland meilenweit entfernt. Die Ziele der Bundesregierung liegen gerade mal bei 30% Erneuerbare Energien bis 2030. Und das Schlimme ist, es gibt in Deutschland keine ausreichende Dynamik, in den nächsten Jahren dies auch nur annähernd zu erreichen. Im Gegenteil: Unter der federführenden Verantwortung von Staatssekretär Baake wurde in der Verwirklichung seiner Vorschläge als Agorachef mit der EEG Novelle 2014 die dynamische Entwicklung im Ökostromsektor von Bioenergien, Wasserkraft, Geothermie jäh abgebrochen. 2015 gab es dort keine nennenswerten Investitionen mehr. Im Solarsektor liegen die Neuinvestitionen sogar weit unter dem schon viel zu niedrigen Ausbauziel der Bundesregierung. Nur noch im Windsektor gibt es starke Investitionen – doch diese sollen nach seinen Vorschlägen ab 2017 mit der EEG Novelle 2016 massiv gekappt werden. Wird dies realisiert, dann wird der Ausbau bis 2022 gerade mal 40 TWh jährliche neue Stromerzeugung Ökostrom bringen. Es müssen aber bis dahin 90 TWh jährliche Atomstromerzeugung ersetzt werden. Dies will Herr Baake offensichtlich im Wesentlichen mit Erdgaskraftwerken schaffen, womit die CO2 Emissionen im Stromsektor weiter ansteigen werden, wie es in den Sektoren Wärme und Verkehr bereits 2015 infolge der Untätigkeit der Bundesregierung geschehen ist.

Dabei sind die Ziele der Bundesregierung mit vor vielen Jahren festgelegten Reduktion der Treibhausgase von 80% bis 2050 völlig unzureichend und damit unverantwortlich. Neuere Klimaforschungen zeigen erneut, wie schon in den vergangenen Jahren, dass der Weltklimarat immer wieder die tatsächliche Klimaentwicklung unterschätzt. So haben Australische Forscher der Universitäten Queensland und Griffith vergangene Woche erklärt, dass sich nach ihren Prognosen das Klima schneller aufheizt als erwartet. Bis zum Jahr 2020 sei ein Temperaturanstieg bis zum Pariser Ziel von 1,5 Grad Celsius möglich und ab 2030 könnten bereits zwei Grad erreicht sein. (FR, 17.03.2016). Gestützt wird diese Vorhersage durch die Hiobsbotschaft der US-amerikanische Ozean- und Atmosphärenbehörde NOAA, wonach innerhalb eines Jahres, von Februar 2015 auf Februar 2016, die CO2-Konzentration von 400,25 ppm (parts per million) auf 404,02 ppm sprunghaft gestiegen ist, in den Jahren zuvor lag das Plus jeweils bei etwa 2,2 ppm (FR, 17.03. 2016).

Diese dramatische Klimaentwicklung und die Pariser Beschlüsse brauchen neue Antworten, die Rainer Baake nicht liefert, wahrscheinlich gar nicht liefern will und aus Loyalität zu seinem SPD-Wirtschaftsminister Gabriel auch nicht liefern darf. Damit wird Deutschland nicht der erforderlichen Beitrag liefern, der sich aus den Pariser Beschlüssen zwangsläufig ergibt. Rainer Baake ist damit mitverantwortlich für die völlig unzulänglichen klimapolitischen Maßnahmen der Bundesregierung. Er trägt somit auch Verantwortung für die weitere Zerstörung von menschlichen Lebensräumen durch rasant zunehmende klimabedingte Wetterextreme und den Meeresspiegelanstieg, weshalb weitere zig Millionen Menschen aus ihren Heimatländern werden flüchten müssen. Er trägt auch Verantwortung für weiter zunehmende kriegerische Spannungen im Kampf um die knappen Erdöl- und Erdgasressourcen. Er verursacht weitere Insolvenzen und zehntausende Arbeitsplatzverluste in der einst blühenden deutschen Branche der Erneuerbaren Energien. Mit seinen Gesetzesnovellen treibt er diese wichtige Zukunftsbranche weiter aus Deutschland hinaus nach China und USA – eine Bankrotterklärung deutscher Industriepolitik.

— Der Autor Hans-Josef Fell saß für die Grünen von 1998 bis 2013 im Deutschen Bundestag. Der Energieexperte war im Jahr 2000 Mitautor des EEG. Nun ist er Präsident der Energy Watch Group (EWG). Mehr zu seiner Arbeit finden Sie unter www.hans-josef-fell.de.

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Die Dachsbacher Windräder dürfen gebaut werden!

Die Dachsbacher Windräder dürfen gebaut werden!

Gut 53 Prozent stimmten beim Bürgerentscheid am letzten Sonntag (13.03.16) mit Nein und somit gegen das Begehren der Bürgerinitiative, das eine Einstellung der Planungen forderte. Dies freut uns nicht nur im Hinblick auf den „grünen“, CO2-freien Strom, der hier hoffentlich in Zukunft generiert werden kann, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass wir durch unsere Unterstützung der Aufklärungs-Kampagne für das Projekt, sicher auch etwas am Erfolg „Schuld“ sind.
Der größte Dank und höchste Anerkennung gilt allerdings dem von der Gemeinde gerufenen Projektplaner, Marcus Dornauer, der über Monate hinweg teils äußert unsachlichen und emotionalen Angriffen auf das Projekt aber auch auf seine Person ausgesetzt war. Dennoch behielt er die Nerven und die Kraft, um das Projekt immer wieder sachlich darzustellen, viele falsche Behauptungen richtig zu stellen aber auch echte Ängste von Bürgern zu nehmen. Nachdem Vertreter unseres Vereins aber auch „unserer“ EWERG bereits im letzten Jahr bei der ein oder anderen Bürgerversammlung und Gemeinderatssitzung Unterstützung geleistet haben, gab es dann ab Januar diesen Jahres abgestimmte Aktionen und Veranstaltungen gemeinsam mit der Genossenschaft Regional Versorgt aus dem Landkreis Neustadt / Aisch – Bad Windsheim und der EWERG eG. Zusammen mit einem unermüdlichen Marcus Dornauer, der hauptberuflich eine Gärtnerei betreibt (!), konnte so am Ende ein positiver Ausgang beim Entscheid erreicht werden. Ein gutes Beispiel erfolgreicher Zusammenarbeit über Orts- und Landkreisgrenzen hinweg! Vielen Dank allen Aktiven!
Lesen Sie hier auch einen Bericht des BR zum Ausgang des Entscheids: Link

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Energiewende ER(H)langen e.V. unterstützt Planungen für Bürgerwindräder in Dachsbach

Nach der Atom-Katastrophe in Fukushima und dem bundesdeutschen wie bayerischen Ausrufens der Energiewende hatte sich auch die Gemeinde Dachsbach auf den Weg gemacht, seinen Beitrag zum Gelingen der Energiewende zu leisten.

In langwierigen Planungen im Regionalverband wurde 2014 schließlich auf Gemeindegebiet eine Vorbehaltsfläche für die Errichtung von Windkraftanlagen ausgewiesen, welche sich auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Weisendorf fortsetzt. Für die Planung der Anlagen, ursprünglich zwei auf Dachsbacher Gebiet und ein bis zwei auf Weisendorfer Gebiet, holte die Gemeinde sodann Marcus Dornauer ins Boot.

Nachdem die Bayerische Staatsregierung 2014 die sog. 10H-Regel einführte, regte sich vor allem im Ortsteil Retzelsdorf der Nachbargemeinde Weisendorf erbitterter Widerstand einzelner aber dafür umso lauterer Bürger gegen das Vorhaben. Obgleich die Gemeinde Weisendorf in 2014 noch für das Projekt votierte, versagte sie 2015 dann den konkreten Planungen ihr Einvernehmen. Angeregt von den Gegnern des Projektes in Retzelsdorf bildete sich 2015 auch in Dachsbach eine Initiative gegen den Bau der Windräder, welche Anfang 2016 einen Bürgerentscheid zur Abstimmung über das Projekt erwirkte.

Die primären Gründe der Initiative gegen das Projekt sind u. a. die angebliche Unwirtschaftlichkeit der Anlagen an diesem Standort, die Angst vor Schall, Infraschall und Schattenwurf.

Unser Verein nimmt Ängste von Bürgern vor Beeinträchtigungen von Windkraftanlagen sehr ernst. Wir haben uns daher schon lange intensiv mit der Materie auseinandergesetzt und wissenschaftliche Publikationen sowie Veröffentlichungen von Behörden gesammelt und analysiert. Zudem klären wir in Informationsveranstaltungen über den aktuellen Stand der Dinge auf oder bieten Exkursionen zu Windkraftanlagen an, um sich vor Ort einen persönlichen Eindruck zu verschaffen oder mit „betroffenen“ Anwohnern sprechen zu können.
Eine gute Zusammenfassung zu den immer wieder gestellten Fragen im Zusammenhang mit der Windkraft und dem Infraschall bieten aktuelle Veröffentlichungen des Umweltministeriums von Baden-Württemberg, die hier abgerufen werden können: Link 1, Link 2

Unabhängig davon ist der Schutz der Anwohner in jedem Fall insbesondere durch das Bundes-Immissionsschutzgesetz gewährleistet.

Eine u. E. schlüssige Stellungnahme von Marcus Dornauer zu weiteren vorgebrachten Argumenten gegen die geplanten Anlagen kann hier abgerufen werden: Link

Vor diesen Hintergründen unterstützen wir das Bestreben der Mehrheit des Gemeinderates von Dachsbach für die Umsetzung des Projektes und appellieren an die Einwohner von Dachsbach:

Nutzen Sie die Chancen, die sich mit der Errichtung der beiden geplanten Windräder für Ihre Gemeinde ergeben.

Leisten Sie einen Beitrag zum Klimaschutz und der Energiewende.

Stimmen Sie beim Bürgerbegehren am 13. März mit NEIN!

 

Weitere Dokumente:

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Bürger stimmen gegen „Bürgerwindpark Wachenroth“

Den guten Beispielen der Nachbargemeinden Mühlhausen und Lonnerstadt wollte die Mehrheit der Bürger Wachenroths beim Bürgerentscheid am letzten Sonntag nicht folgen.

Sie entschieden sich stattdessen mehrheitlich für den Antrag „Sag ja zu 10H“ der Interessengemeinschaft (IG) mit dem etwas irreführenden Namen „Pro und Contra Windkraft“, die das Bürgerbegehren gegen den Windpark angestrengt hatte.

Nach fast 5-jähriger Vorüberlegungs- und Planungszeit wurde so ein für Wachenroth aber auch unseren gesamten Landkreis wichtiges Projekt zum weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien kurz vor der Realisierung verhindert.

Die zahlreichen Veranstaltungen der IG, die mit teils falschen Behauptungen (bspw. Windkraftmoratorium in Dänemark) und dem Schüren von Ängsten vor Lärm, Infraschall und Schattenwurf gegen das Projekt Stimmung machten, dürften wohl mit ausschlaggebend für dieses Ergebnis gewesen sein.

So bleibt am Ende eine vergebene Chance für Wachenroth, die Strombilanz der Gemeinde mit einem Schlag von 36 % „Grünstrom“ auf über 120 % zu verbessern sowie ein Rückschlag für den Klimaschutz in unserer Region.

So ist Wachenroth leider ein weiteres Beispiel einer fehlgeleiteten bayerischen Energiepolitik, die zwar einerseits die Energiewende umsetzen möchte, aber andererseits mit der sog. 10H-Regel den Ausbau der Windkraft, einer wichtigen Säule der zukünftigen Energieversorgung in Bayern, zum Erliegen bringt.

Leonardo DiCaprios Aufruf zu mehr Klimaschutz bei der Oscar-Verleihung in der Nacht nach dem Bürgerentscheid kam hier leider zu spät!

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